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Schulbesuch des Bundestags-Abgeordneten unseres Wahlkreises
Am Montag, dem 2.2.2009 stand dem Sozialkunde-Leistungskurs hoher Besuch ins Haus,
oder besser in den Klassensaal.
Gustav Herzog, Abgeordneter des Wahlkreises
Kaiserslautern-Kusel-Donnersbergkreis im deutschen Bundestag, hatte sich angekündigt,
um sich und seine Arbeit vorzustellen und uns - möglicherweise den Politikern der Zukunft
- einen Einblick in den Alltag und die verschlossenen Kammern des Parlaments zu gewähren.
Da wir nur zwei Unterrichtsstunden zur Verfügung hatten, war der Zeitplan eng abgesteckt,
was bedeutete, dass die Vorstellung seiner Person und seines Lebenslaufes nur etwa 15 Minuten betrug.
Er erzählte, welchen Schulabschluss er habe, welchen Beruf er erlernte und wie er zur Politik,
zu seiner Partei und zu seinem Mandat gekommen war.
Nach seiner Ausbildung und Tätigkeit als Chemielaborant wurde Gustav Herzog 1987
Wahlkreismitarbeiter von Horst Sielaff, dem damaligen Abgeordneten.
11 Jahre später wurde er als dessen Nachfolger aufgestellt und gewann den Wahlkreis,
was gleichbedeutend war mit dem Einzug in den Bundestag, der damals noch seinen Sitz im schönen
Bonn hatte.
Heute, im Jahr 2009, verbringt er 20 Wochen in Berlin,
um dort seiner Arbeit im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
und im Ausschuss für Verkehr, Bauen und Stadtentwicklung sowie bei Fraktions- und
Plenarsitzungen nachzukommen.
Den Rest des Jahres beschäftigt sich Herr Herzog damit,
sich um den Wahlkreis und die Bürger, Soldaten, Schüler, Firmen und Universitäten darin zu kümmen.
Er nimmt diese Termine wahr oder lädt zur Bürgersprechstunde, um sich ein Bild zu verschaffen,
wie es den Wählern und Wählerinnen seiner Heimat geht.
Im zweiten Teil des Besuches konnten wir, die Schüler, alle Fragen loswerden, die wir schon
immer einmal einem Politiker stellen wollten.
Ob es um seinen Alltag in den Ausschüssen
ging oder seine Meinung zu aktuellen politischen Fragen, der 50-jährige Familienvater
beantwortete jede Frage bereitwillig, wenn auch nicht jede so konkret,
wie es sich ein mancher erwünscht hatte.
Doch zu den meisten der oft unangenehmen
Fragen zum Thema, wie der Atompolitik, dem Parteiprogramm, der Beziehung zur Presse und der
Zusammenarbeit mit den "Linken" fand er sehr deutliche Worte und erläuterte seinen Standpunkt
ebenso bestimmt wie stichhaltig.
Dennoch, bei genauerem Hinhören konnte man feststellen,
dass es uns doch gelungen war, ihn etwas aus der Reserve zu locken und ihn ins Schwitzen zu bringen,
wenn auch nur ein wenig; denn: Gustav Herzog ist erfahrener Politiker und Rhetoriker.
Abschließend kann ich auch im Namen des Kurses sagen, dass sein Kommen uns
sehr erfreut hat, seine Anekdoten interessant, manchmal schockierend waren und seine
lockere, oft lustige, aber vor allem offene Art ihn bei uns sehr beliebt machte und
ihm in Zukunft vielleicht den einen oder anderen Wähler mehr beschert.
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