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Über das Buch

Kapitel 1: Babelins Grubenhaus

Der Klosterhof
Im Mittelalter verwendete man für den Bau der Häuser Lehm, Back- oder Sandsteine. Im Haus der Laienbrüder befand sich eine Truhe, ein Tisch mit einer Bank und eine Feuerstelle. Zur Beleuchtung benutzte man Kerzen oder Talglampen. Das Haus der Eigenleute war eine Unterkunft für die Arbeiter des Klosters. Im Haus befand sich eine Küche für die Arbeiter. Eingerichtet war sie mit einem großen Tisch und mit Bänken. Außerdem gab es dort einen Schrank zum Aufbewahren von Pfannen, Löffeln usw. Zum Kloster gehörte auch ein Schafstall, eine Scheune und ein Zwinger für die Hunde.

Babelins Haus
Babelins Grubenhaus wurde zum größten Teil unter der Erde gebaut. Der Boden und die Wände wurden aus Lehm und Holz gebaut. Das Dach wurde aus Schilf und Moos geflochten. Die Einrichtung bestand aus einer Strohschütte, einer Feuerstelle, auf der ein Tiegel stand. Babelin verwendete Holzgeschirr und aß von einem Holztisch, vor dem ein Hocker stand.

Kapitel 2: Kesseltreiben

Leute aus Wemdingen kamen an die Paradiesspitze zu Babelins Haus, zerstörten es und zündeten es an. Linori konnte entkommen, doch Babelin nahmen sie nach Wemdingen mit. Dort schoren sie ihr den Kopf und schnitten ihr ein Geschwulst auf. Danach steckten sie sie in einen Kessel mit kochendem Wasser. Zum Schluss verbrannten sie Babelin auf einem Scheiterhaufen.
Das alles taten sie wegen ihres Aberglaubens. Sie glaubten, dass Babelin eine Bilwis, also eine Hexe war. Wenn Leute Babelin sahen oder an Babelins Haus vorbeigingen, hoben sie einen Stein vom Boden auf, spuckten darunter und gingen schnell weg. So glaubten sie vor dem bösen Zauber der Hexe geschützt zu sein.

Kapitel 3: Brandreden

In diesem Kapitel kommen die "Roten" vor. Sie wiegeln die Leute auf und "predigen" sogar in der Kirche St. Emmeran in Nördlingen. Dort machen sie den Leuten klar, dass die Kirche nur ihren Glauben ausnutzt, um Geld einzunehmen. Durch die Kritik der "Roten" an der Kirche werden etliche Leute überzeugt und brennen die Kirche nieder und zerstören die Kreuze.

Kapitel 4: Spielmannskarren

Es ging auf Fastnacht zu. Der Frauentag war ein Tag vor der Fastnacht. An diesem Tag durften die Frauen freizügig auf den Straßen herumlaufen und alle erdenklichen Späße machen. Außerdem durften die Frauen fremde Männer küssen und quälen. Einer solcher Späße spielte sich folgendermaßen ab: Die Frauen rissen einem Mann die Hosen auf und füllten sie mit Bohnenstroh. Danach setzten sie den Mann verkehrtherum auf einen Bock und ließen ihn davonlaufen. Das muss gejuckt haben!
Der Alltag sah allerdings nicht so lustig aus: Ein Burgherr verlangte von dem Volk, dass sie Kopfgeld, Vogtsteuer und den großen und kleinen Zehnt zahlen. Die Männer mussten Fuhr- und Botendienste leisten und als Treiber bei der herrschaftlichen Jagd zur Verfügung stehen. Die Frauen und Mädchen mussten in Küche und Keller des Schlosses arbeiten. Das Volk musste dem Grundherrn dienen, wurde aber nicht bezahlt. Manche beschwerten sich, aber nur heimlich, weil sie ausgenutzt wurden.

Kapitel 5: Burg Lechsgemünd

Auf der Burg gab es Knechte, Mägde, Leute, die auf der Burg Dienste erfüllten, wie z. B. Koch oder Diener, aber auch Steinhauer, Brettsäger und schmiede, Sklaven und Arbeiter im Stollen.
Alle Arbeiter arbeiteten schwer für das bisschen Brot, das sie bekamen. Im Stollen, in dem viele Gefangenen arbeiteten, mussten die Gefangenen Steine aus der Wand hauen um ihr Brot zu verdienen. Schlafen mussten sie auch auf hartem Boden. Die Arbeiter im Stollen konnten bei dieser schweren Arbeit umkommen. Es gab Leute, die starben, und die Übriggebliebenen konnten nur überleben, wenn sie den Soldaten nichts von dem Tod der anderen sagten und die Ration Brot von den Toten aßen.
Gleichzeitig wurden oben Feste gefeiert mit prächtigen Speisen. Hunderte Kerzen, weiß gedeckte Tafeln und prunkvolle Verzierungen schmückten den Rittersaal, der auch noch mit duftendem Rosmarinwasser parfümiert war. Oft spielten auch Spielleute auf solchen Festen. Vor dem Essen wurde ein Dankgebet gesprochen. In dem Saal gab es noch eine große Kaminecke, in der man nach dem Essen saß und sich unterhielt.

Kapitel 6: Im Haidwangforst

Nachdem Martis und Linori lange eingeschneit waren und ihr letztes Mehl aufgebraucht war, machten sie sich auf den Weg zu einem Einsiedler. Einsiedler sind Menschen, die allein in Hütten leben, die von der Außenwelt abgeschieden leben. Oft sind es Mönche, die von einem Klosterhof verbannt wurden oder denen das Alleinsein besser gefällt als das Leben in der Gemeinschaft. Manchmal trifft jemand auf eine solche Hütte und wird von dem Einsiedler freundlich aufgenommen und auch versorgt.

Kapitel 7: Das Donaumoor

Hier verbringen Martis und Linori ihre letzte gemeinsame Zeit, bevor sie in Regensburg auf die Roma treffen.

Vorurteile der Regensburger Bürger gegenüber den Romleuten:
Die Regensburger denken, die Rom seien aus einem Land namens Magonia und wären Kundschafter einer fremden Macht, die jedes Jahr um die Erntezeit kommen um Weinberge, Felder, Gemüse- und Obstgärten auszukundschaften und Hagel, Gewitter u. Ä. zu verursachen und damit die Ernte der Regensburger zu zerstören.

Leben und Sitten der Romleute:
Da ihre Vorfahren der heiligen Maria keinen Schutz und keine Hilfe geboten haben sollen, liegt, so glauben sie, der Fluch der Wanderung auf ihnen.
Anscheinend war es eine Ehre, auf der rechten Seite des Anführers zu sitzen.
Wenn es sieben Töchter ohne Unterbrechung durch einen Jungen gibt, so wird die siebte Tochter die nächste Stammesmutter der Rom. Außerdem hat die siebte Tochter viel Glück! Die Rom sagen, dass sie, bevor sie die Stammesmutter wird, noch einen Schatz findet. Die Rom nennen die Stammesmutter puri dai.
Die Rom essen sehr scharf gewürztes Essen!

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Erstellt von Webmaster. Letzte Änderung: Webmaster, 05.09.2009 16:06 (ID: 208)

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