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Akkumulationen

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Akkumulationen

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Der Leistungskurs Bildende Kunst der 13. Jahrgangsstufe des Schuljahres 2002/2003 hat sich im Rahmen des Unterrichtes mit dem französischen Künstler Arman beschäftigt.
Dessen Akkumulationen wollen die Aufmerksamkeit des Betrachters auf sonst wenig beachtete massenproduzierte Gegenstände des täglichen Gebrauchs lenken. Konsumkritische Ansätze sind dabei durchaus beabsichtigt.
Arman hat die Idee des "objet trouvé" in den 60er und 70er Jahren mit seinen Akkumulationen, von französisch "Anhäufung", konsequent weiterentwickelt. Er stellt eine Vielzahl gleichartiger Objekte in speziell dafür gebauten Kästen aus. Die Gegenstände sind Teil unseres täglichen Konsums: Brillengestelle, Kannen, Schuhe, Rasierapparate und vieles mehr.

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Willy Rotzler beschreibt im folgenden Text die Arbeitsweise Armans, die die Schüler und Schülerinnen in kreativer Weise aufgreifen:

"[...] Solche Anhäufung veranschaulicht zunächst die Tatsache, dass Gegenstände gleicher Funktion zwar gleichartig sind, aber keineswegs gleich aussehen. Sie unterscheiden sich in vielen wesentlichen Einzelheiten. In diesem Sinne legen die Akkumulationen Zeugnisse ab vom Willen des Menschen, sich gegen die Gleichmacherei, wie sie durch die Industrieproduktion nahegelegt ist, zu wehren, als Produzent wie als Konsument die eigene Individualität zu wahren, und sei es nur in geringfügigen Nuancen der Farbe, der Proportion, des formalen Details. Noch etwas zeigen die Akkumulationen: Befreit von den Fesseln, in denen sie ursprünglich als Einzelstücke im Gebrauch standen, legen die Gegenstände, zweckfrei `demokratisch´ vereint, ihre individuellen farb-formalen Ausdruckskräfte zu einem einzigen, starken, neuen Ganzen zusammen. Dass eine solche Masse des Gleichartigen mehr ist als die Summe der Einzelstücke, ist eine der überraschendsten Einsichten, die Armans Kästen und Vitrinen vermitteln. Sie entfalten Reize der Formgestaltung, der Farbspiele, die im Einzelstück nicht zu bemerken sind. Damit werden diese Reliquienschreine der Abfall-Realität Einladungen zu Reisen in Zauberwelten der Phantasie, von deren Existenz keiner zu träumen gewagt hätte, bevor Arman sie vor uns errichtete.
Für die Herstellung seiner Akkumulationen hat Arman wechselweise zwei gegensätzliche Prinzipien angewandt: einerseits die systematische, sozusagen rationale oder konstruktive Ordnung, bei der ein repetitives Muster, eine regelmäßige Struktur entsteht; andererseits die zufällige, sozusagen gestische oder chaotische Ordnung, die den Charakter des Zufälligen, des Amorphen hat. [...]"

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Zu "Bildende Kunst"

Erstellt von Webmaster. Letzte Änderung: Webmaster, 19.09.2009 18:56 (ID: 196)

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