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Unterricht im Schullandheim findet unter anderen Bedingungen als zu Hause statt. Weder Tafel noch Kreide oder Farben stehen zur Verfügung und so ist "das zu Lernende" zwangsläufig aus der konkreten Erfahrung abzuleiten.
Die Befreiung aus räumlichen und zeitlichen Zwängen wirkt dabei förderlich - "Unterricht" wird per se zum künstlerischen Projekt, zum Happening mit dem Ziel der Erweiterung des ästhetischen Erfahrungsraumes.
In diesem Sinn wird großer Wert auf die bewusste, d.h. intensive und ästhetische Wahrnehmung der Natur gelegt.
Die Eigenschaften der Elemente Erde, Wind und Wasser, ihre
Schönheit, Vielfalt und letztendlich ihre Fragilität und
Bedrohung sollen ins Bewusstsein der Schüler rücken.
Inwiefern diese Erfahrung "ins Bild gesetzt" werden kann, wird anhand
ausgewählter Beispiele der Kunstgeschichte deutlich gemacht.
Dabei werden die Schüler in der eigenen künstlerischen Praxis
nicht zur Nachahmung aufgefordert, sondern zur eigenen Interpretation:
Was bedeutet Leben? Welche Rolle spielt der Mensch bei Erhaltung und/
oder Zerstörung der Natur? Wie kann man salzige Luft, den Duft
einer Blüte oder das Gefühl weichen, warmen Grases erfahrbar
machen?
Die Jungen und Mädchen finden in der bewussten ästhetischen Auseinandersetzung ihre eigenen Antworten - und nicht selten stellt sich dabei eine leise Melancholie angesichts der allgegenwärtigen Vergänglichkeit ein.
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